Die letzten Tage konnte ich in Mittelhessen verbringen, genauer gesagt in Gießen. Plan war es dort eigentlich, einige Aufnahmen von Gelbbauchunken zu machen und den zugehörigen Lebensraum abzubilden. Aber es kommt eben immer anders.
Einige, puristische Naturfotografen verzichten gänzlich auf Filter vor dem Objektiv, weil ihnen zu viel Manipulation des Bildes stattfindet. Für mich ist das nicht so eng zu sehen, denn manchmal gibt es Situationen, die fotografisch ohne einen Filter einfach nicht in den Griff zu bekommen sind.
Wer erwartet, hier über einen Artikel über Schwalbe, Stare oder gar Kuckucke zu lesen, der ist auf dem Holzweg. Die wahren Frühlingsboten sind für mich die Amphibien. Im Gegensatz zu den Vögeln tauchen die nämlich erst bei entsprechender Umgebungstemperatur an den Laichgewässern auf. Knurren also die Grasfrösche, kann den Frühling nichts mehr aufhalten.
Eine ganz kurze Meldung: Auf fokusnatur gibt's jetzt auch endlich die langerwarteten Arbeitsbilder von mir - und zwar hier!
Die Beschreibungen sind natürlich nicht allzu ernst zu nehmen...
Neben dem Birding, der Vogelbeobachtung, bereitet mir vorallem das Suchen und Finden von Reptilien und Amphibien große Freude. "Herps" lautet die umgangssprachige, englische Bezeichnung für Kriechtiere allgemein, also Echsen, Schlangen, Frösche und Schwanzlurche - die Wühlen natürlich eingeschlossen, eben alles, was sich Amphibium oder Reptil nennt.
Und so sieht es aus, wenn sich zwei Naturfotografen am selben Motiv treffen. Das bringt Spaß, weil einem nie langweilig wird, und man tauscht sich natürlich über die wichtigsten Informationen aus. Ich habe zum Beispiel gelernt, dass ich mein Berlebachstativ gießen muss um etwas höher zu kommen...
Nach einem langen Winter sind die Grasfrösche immer die ersten, die am Laichgewässer eintreffen, dicht gefolgt von Moorfröschen und dann Erdkröten und Teichmolchen. Sie läuten für mich den Fotofrühling ein, noch mehr als die ersten Frühlingsblüher. Bei Temperaturen um die 15 Grad hört man das laute Knurren in kleinen Pfützen und Tümpel oft mehrere Meter weit.
Bald kommen neue Bilder von Fröschen, also dranbleiben!
Weil viele viele immer wieder wissen wollen, welche Technik ich genau für meine Bilder einsetze, hier eine Auflistung - jetzt kann ich schön hierauf verweisen ;-)
Naturfilme und -fotos sind lebendige Waffen im Kampf gegen das Artensterben. Die von Wildscreen, DER englischen Naturschutzorganisation initiierte Internetseite hat es sich zum Ziel gesetzt, jede bedrohte Art mit freien Bildern und Videos zu zeigen.
Es weihnachtet und wird immer kälter. Der erste Schnee liegt bereits 20cm hoch auch den Feldern. Ideale Bedingungen!
Ich habe mich endlich einmal dazu durchgerungen, eine Winterfütterung zur Vogelfotografie zu bauen. Im Garten ist das bei mir aber nur schwer möglich, da sich kaum Vögel in der Nähe aufhalten. Deswegen bin ich an eine nahgelegene Hecke gezogen und habe dort mein Tarnzelt installiert. Westlich der Hecke, um nachmittags bestes Licht zu erhalten.